>da es mit echtem Heliflug nicht wirklich erfolgreich war
Willkommen im Club, so ging es mir auch, sofern Du CPs meinst... Einen mCPX ein wenig Park schweben oder eckige Kreise drehen lassen, aber mehr auch nicht, sehr mühsam und die sensible und anfällige CP-Mechnik machte mich immer weich.
>in den Quadrocopterbereich einsteigen. Habe gehört, dass die Dinger relativ eigenstabil schweben und man das schneller erlernen kann als richtigen Heliflug.
Ich finde sie liegen vom Fliegerischen her ohne ACC zwischen einen FP und einem CP und sind damit nicht zu leicht, nicht zu schwer. Mit ACC eher näher am FP. Aber ACC uvm. braucht man eben auch für bestimmten Anwendungen dann öfter, wenn es nicht nur um "3D" geht. Und bezüglich "3D" und das Quads/Multis das nicht können: Wenn man mal Flugvideos von Warthox o.ä. gesehen hat, weiss man, was davon zu halten ist und was ein guter Pilot damit alles anstellen kann...
>Könnt Ihr mir einen für Multicopteranfänger geeigneten Quad empfehlen,
Wenn ich so etwas lese, denke ich eigentlich immer als Erstes an einen Mini Fertigquad a la Ladybird oder mQX. Das ist nicht nur keine "Schande" (hab auch damit mit Multicoptern angefangen), sondern macht Riesenspaß, auch für jemand, der schon andere Flugmodelltypen kennt und hat vor allem die Vorteile: perfekt für indoor/in der Wohnung, gerade zur Zeit (aber auch draußen selbst bei Wind problemlos möglich, selbst die Kleinsten, unglaublich für jemand, der mal FPs, auch größere, probiert hat), ungefährlich, sehr crashfest und vor allem in den Flugeinschaften (finde ich) erstaunlich ähnlich oder sogar gleich den Großen und damit das perfekte Übungsgerät dafür. Wenn es mit dem Großen doch mal kracht, dann meist nicht weil er schwieriger zu fliegen ist, sondern weil man entweder Muffensausen bekommen hat (und dasselbe Manöver mit dem Mini lässig zu Ende geflogen hätte) oder das Gegenteil, weil man schlafmützig irgendwie in Gedanken noch beim geringen Gewicht und der Crashfestigkeit des Minis war und nicht realisierte, dass ein 29g Floh aus 1-2m Höhe auf's Parkett was anderes ist und meist glimpflicher ausgeht, als ein 1kg Copter aus 5-10m, obwohl aus Pilotensicht das Bild für die Augen nach 5min etwa das gleiche ist...
Ladybird macht mit einer guten Funke für meinen Geschmack noch mehr Laune (Rolls und Loops im Wohnzimmer sind damit selbst für mich kein Problem, mit dem mQX bekomme ich das da noch nicht hin), der mQX ist etwas ruhiger, dafür im Flug noch etwas ähnlicher den Großen und sofern evtl. schon von den Helis vorhanden, kann er mit einer Blade/Spektrum Funke geflogen werden.
Selbstbau würde ich als nächsten Schritt machen, der Fertigmini ist auf dem Weg dahin kein Ballast oder nur Extraausgabe, sondern macht auch mit einem Großen nachher noch Spaß oder kann zum Üben/Experimentieren benutzt werden und man kann sofort und für wenig Geld loslegen und sehen, ob Multicopterflug grundsätzlich was für eine selbst ist oder nicht. Beim Selbstbau ist die Frustschwelle/die Mühe bis er wirklich fliegt je nach Vorkenntnissen (Balsasegler oder Blademinihelis wie bei mir helfen da nicht viel) evtl. sehr hoch und schreckt ab oder man steckt auf, bevor er sauber fliegt und beim ersten Crash ist das Gejammer groß. Den Mini kann man während des Bauens oder Reparierens des großen dann auch gut als Zweitcopter nutzen...
Beim Selbstbau ist eine Variante wie die mit DJI 450 Rahmen und KK2 noch etwas einfacher aufzubauen, diese FC ist sehr einfach zu bedienen und anzuschließen. Eine Variante mit (Nano)Wii braucht beim allerersten Setup etwas mehr Zeit, schon einige Stunden extra, aber auch für Anfänger machbar. Im Flugverhalten sind die beiden schon erwähnten 8 Zoll Copter aus Anfängersicht dann ähnlich/können ähnlich viel.
Definitiv nicht kaufen würde ich heute dagegen allerdings eine großen/größeren Fertigquad a la Hoten oder MX400 (sicher kommen da bald noch viel mehr). Ich war auch schonmal kurz vor einem Hoten, gut, dass der nicht früher rauskam. Die sind dann kaum mehr billiger als ein selbstaugebauter, es lässt sich kaum was einstellen oder ändern oder verbessern, ein selbstaufgebauter hat evtl. sogar die besseren Teile, die man alle selbst kennt und vielleicht bewusst gewählt hat, dazu kann man alles durch den Selbstaufbau später alles selbst reparieren und kennt sich (etwas) aus, beim großen Fertigquad steht man dagegen wie der Ochs vorm Berg und muss evtl. teure Originalersatzteile nehmen und drauf warten, nachdem man festgestellt hat, dass der leider lange nicht mehr so crashfest wie seine kleinen Brüder ist. Außer das man sofort loslegen kann und auch ohne die geringste Ahnung zu haben und so sich und anderen auch schneller gefährden kann, hat so einer aus meiner heutigen Sicht wenig "Vorteile".
>Eventuell wohnt ja auch jemand mit einem Multi oder Quad in meiner Nähe (Hanau am Main), dem ich mal über die Schulter schauen könnte ?
Ich wohne in Darmstadt falls das hilft, nicht soooo nah, sicher gibt es noch näher Leute und ich bin noch Einsteiger. Auf einer Multicopter-Skala von 0 (=keinen Schimmer von RC Flug) bis 10 (mein Name ist Warthox, Paris, Bake o.ä.) und 1=Minifertigquads und 5=FPV-Grundfähigleiten würde ich mein Knowhow derzeit bei ca. 2,5 ansetzen. Mein Fuhrpark siehe Signatur.
In Hanau sitzt aber zufällig Mamo-Modelltechnik, außerdem einer der führenden Händler für DJI (allerdings dafür bei Coptern vielleicht fast nur für DJI, in der Auswahl nicht gerade Hobbyking), vielleicht auch mal da umsehen/sich beraten lassen? Modellbauläden gibt es gar nicht so wenige, aber mit Erfahrung und Teilen zum Copterselbstaufbau sind es bisher nur ein erschreckend geringer Bruchteil, sollte man also ausnutzen, wenn man einen vor der Haustür hat.
Gruß
Jo