FCP HL Quadrocopter im Aufbau
Hallo Kaldi, hallo liebe Copter Gemeinde,
ich bin neu hier im Forum und ebenfalls seit einiger Zeit dabei, einen Copter mit dem FCP HL XL Rahmen zu bauen. Irgendwie muss man ja über den langen Winter kommen. Da Kaldi diesen Rahmen gewählt hat und hier die Motorenwahl diskutiert, habe ich meinen ersten Bericht hier platziert. In früheren Jahren habe ich die Graupner Motorsegler Amigo 2 und Hifly mit Cox 0.8 ccm Glühzündern oder E-Motoren gebaut und geflogen. Die Funke war zunächst eine Graupner Variophon Tip-Anlage, später die gelbe Varioprop S8. Als in den 70er Jahren Modellhubschrauber aufkamen, habe ich den Graupner Bell 47 G gebaut. Aber die Resultate waren eher mäßig, vor allem, weil es zunächst keine oder nur teure Stabilisierungselektronik gab. Der 3.5 ccm Motor hat danach seine Dienste im ersten Graupner Rennwagen getan. (Zu der Zeit ging es Graupner noch gut…)
Bei der Recherche nach Coptern war ich ganz erstaunt, dass es inzwischen die tollsten, hochintegrierten Stabilisatoren gibt. Mir war schnell klar: NAZA-M muss her. Die Fernsteuerung ist eine MX16, dank Kaldis Anleitung im Goliath Baubericht und ausführlicher Graupner- und NAZA-Dokumentationen waren SUMO und die weitern Einstellungen kein Problem.
Als Motor für den FCP HL Rahmen hatte ich den Tiger MT 3506 KV650 gewählt, allerdings zunächst nur ein Exemplar zum Testen gekauft. Dieser Motor scheint optimal für Multicopter zu sein. Mit dem Propeller APC 11x4.7 Zoll erreicht man laut Datenblatt schon bei 1.5 A und 11.1 V einen Schub von 310 g. Von dieser Kombination erhoffte ich mir einen sehr guten Wirkungsgrad und lange Flugzeiten mit 3S. Allerdings ist der Motor in Europa zur Zeit nirgends am Lager. Ein weiterer Kandidat mit optimalem Wirkungsgrad ist der MT 4008 KV600. Beide Motoren laufen mit SimonK ESC's hervorragend. Mein Favorit ist zur Zeit der MN3110 KV700 mit den T-Motor Propellern 10x4.5. Diese Propeller sind dynamisch gewuchtet und lassen sich mit 2 kleinen Schrauben am Motorgehäuse befestigen. Das sieht nicht nur sehr gut aus, sondern ist auch leichter als die klassische Propellerbefestigung mit M5 oder M6 Schrauben. Bei den T-Produkten scheint es jedoch zur Zeit Lieferengpässe zu geben.
Die Spinnenfüße sind vom Goliath ausgeliehen. Sie sollen bei den ersten Flügen unsanfte Landungen dämpfen und werden später durch ein Quadframe Gestell ersetzt. Der NAZA Controller soll ins Zwischendeck, den Akku befestige ich oben auf der Platte. Hier ist auch noch Platz für die 4 ESCs. Eventuell verwende ich zwei kleinere Akkus, je einen Akku für zwei Motoren. Das halbiert die Ströme und die Verluste an den Innenwiderständen werden viergeteilt (P=I[SUP]2[/SUP]xR). Optimal wäre es nun, die beiden Stromkreise galvanisch, also mit Optokopplern, zu trennen. Vielleicht hat jemand Erfahrung mit diesem Konzept. Prinzipiell wäre je ein Akku pro Motor denkbar, aber das lohnt sich wohl nur bei Monstercoptern. Parallelschalten von Akkus halte ich für problematisch.
Die Haube stammt von Megas Koptershop. Anton hat die Aussparungen angebracht und das Teil sauber lackiert.
Ungelöst ist noch die Frage, wie ich elegant die Akkuspannung überwache. Im Display der Fernsteuerung sehe ich die 5 V Betriebsspannung des Empfängers (GR-16), die der NAZA-BEC liefert. Bei einem Segler zum Beispiel ist diese Funktion sinnvoll, hier ist sie unsinnig.
Weiß jemand, wie man den Empfänger modifizieren muss, damit er eine externe Spannung, die LiPo Spannung, via Telemetrie sendet? (Die Versorgungsspannung des Empfängers soll maximal 8.4 V betragen, daher verbietet sich wohl eine direkte Versorgung aus dem LiPo-Akku.)
So weit ein erster Bericht.
Viele Grüße,
Der_Rentner
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