Oje... der Tag heute am Acker hatte Höhen und Tiefen. Es war alles dabei, Rehe, Erstflüge, Abstürze, kopterfangende Bäume, fliegende Bierflaschen, sowie ein aggressiver Anwohner, der auf Krawall gebürstet war.
Aber alles der Reihe nach...
Drei Mann waren vor Ort:
... dazu gesellten sich zwei Rehe, die Martin und Rajko entdeckt haben:
...die sich dann scheu zum Kuscheln versteckt haben:
Und hier die Rehe in bewegten Bildern:
https://www.youtube.com/watch?v=IMjn8nAlUz4
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Dann machte Martin seinen gebastelten Depronjet fertig für den Erstflug. Hier das Video:
https://www.youtube.com/watch?v=Swke3kEtLk0
Auch ein voller Erfolg! Herzlichen Glückwunsch Martin. Ich hätte nicht gedacht, dass der so gut fliegt.
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Bis hier hin lief alles gut, lachende Gesichter, strahlende Augen und viel Spaß.
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Leider ging es dann bergab, im wahrsten Sinne des Wortes.
Ich verschätzte mich im Sinkflug und erdete (recht leicht) meinen Kopter elegant im Acker. Er drehte sich auf den Rücken und blieb liegen. Ergebnis: (Fast) nichts kaputt. Dreckige Propeller vom Bohren im Acker (keiner defekt, hoch leben die E-Props!) und ein defekter Stecker vom Zenmuse, welchen ich als Ersatz sogar zu Hause hatte.
Na ja, leider endete damit nicht meine Pechsträhne. Nach dem Martin wieder losgefahren war, düsten Rajko und ich noch mal mit der weißen Lady und dem F550 übers Feld.
Da trat urplötzlich aus der Baumreihe ein Baum aufs Feld und streckte seine Äste in Richtung meines Truthahns. Ich versuchte noch die Kurve enger zu ziehen und Höhe zu gewinnen, aber der Baum machte dann noch einen Hechtsprung und die langen gierigen Äste pflückten meinen Truthahn aus der Luft. Rajko ist mein Zeuge, genauso ist es geschehen.
Ein furchtbares Geräusch teilte mir mit, dass die E-Props nun doch das Zeitliche gesegnet haben.
Da hing er nun, in ca. 5m Höhe in einer Astgabel, blinkte fröhlich vor sich hin und wir schauten dumm aus der Wäsche. Ich lernte dann auf die harte Tour, dass 50m Seil zwar ganz nett , aber ohne Haken oder Gewicht nur nutzlos sind. Natürlich hatte ich den Angelhaken auch nicht dabei, der stand brav zu Hause auf dem Schreibtisch.
Rajko rettete mich und spendete eine Flasche aus seinem Kofferraum, die gut als Wurfgeschoss geeignet war. Etwas ziehen, etwas rucken am Seil und wir hatten den Truthahn wieder.
Der Baum war auch gnädig, die Schäden hielten sich in Grenzen:
4 Propeller und ein Can-Bus Kabel defekt. Glück gehabt.
Wir packten gerade ein, als ein älterer Herr aufs Feld trat. Er war auf Krawall gebürstet. Was wir hier machen, er will das nicht, das wäre alles zu laut. Wirklich reden wollte er nicht, sondern nur seinem Unmut Luft machen. Irgendwann wurde klar, dass er in dem einzelnen Haus ein Stück weiter wohnt. Wir sollen nicht über sein Grundstück fliegen (haben wir gar nicht, nicht mal ansatzweise in der Nähe).
Wenn wir noch mal da vor Ort sind, leite er andere Schritte ein und macht Meldung. Ich sagte ihm, dass dies ein legales Hobby sei und die DDR schon lange passé ist. Im Weggehen drohte er noch "mit anderen Leuten" vorbei zu kommen.
Im Großen und Ganzen war alles dabei, fehlte nur noch der Hagel, ein Blitzschlag und ein Erdbeben. Dann wäre alles komplett gewesen.
Ende gut, alles gut!