>Ich fänds halt einfach interessant Fotos aus ungewohnten Perspektiven zu machen, so in der Art:
https://photographylife.com/drone-ph...phy-in-iceland (muß ja nicht gleich Island sein, in Bayern gibts auch ein paar nette Flecken).
Das wäre mit einem P3 und noch dazu RAW/DNG kein Problem bzw. meiner Meinung nach mind. genauso gut möglich wie der dort mit seinem X8.
>Ich denke die p3 wird mich da einfach nicht zufriedenstellen, schon alleine weil ich extrem weitwinklige Bilder nicht so mag.
Da wirfst Du den P3 mit Action Cams a la GoPro in einen Topf, die meist extrem weitwinklig bis fischaugig sind mit bis zu 170 Grad. Der P3 hat als großen Vorzug für Fotografen als einer der wenigen (einziger?) RTF Filmcopter 94 Grad. Entspricht in KB wohl ca. 20mm, immer noch WW, aber kein extremes von ca. 15mm wie die Actioncams und kein Fischauge.
Was mir mehr beim P3 fehlt sind Blenden, leider kennt er nur 2,8 und Zeit und ISO.
>Würde die p300 500 Euro kosten würd ich sagen, gut man kann ja mal ein halbes Jahr damit rumspielen und sich dann was vernünftiges kaufen. Aber 1000 Euro ist mir zuviel wenn ich vorher schon weiß daß das nicht das ist was ich will.
Der P3 ist fürs Gebotene spottbillig und würde sich (meiner Meinung nach) auch für das Doppelte verkaufen. Ein Eigenbau würde vermutlich allein an Teilen (investierte Zeit&Nerven nicht gerechnet) für eine größere Cam sogar teuer.
>Gibts da noch andere empfehlenswerte Sets oder ist das keine gute Idee, so ein Set zu kaufen?
>Ich fänds halt auch einfach interessant so eine Drohne selber zu bauen, man lernt halt was und ist halt irgendwie was anderes als ne Phantom III zu kaufen und zu fliegen.
>Das Fliegen an sich interessiert mich auch gar nicht so, ich hab halt ein paar Modellflugzeuge, wenn ich was fliegen will kann ich einfach die fliegen lassen. Mir gehts halt wirklich ums fotografieren.
Bei Copter-/Luftaufnahmen ist halt nur der Blick auf die Cam/den Bildsensor eine Milchmädchenrechnung, da gehört halt noch viel anderes dazu, was mind. genauso wichtig bzw. in der Summe sogar wichtiger sein, als wenn ich Cam und Einstellrädchen immer in der Hand halte und immer selbst durch den Sucher schauen kann und die Ausrichtung/Perspektive sofort mit meine Händern und Beinen ändern kann.
Grundsätzlich ist ein Set für einen Copter schon ok. Und einen Eigenbau-Copter zum Fliegen zu bekommen, egal ob als Set oder alles einzeln vom König, schaffst Du auch! Aber damit ist es für einen Kameracopter und gerade wenn Du höhere Ansprüche an die Bildqualität hast und eine größere und wertvollere Cam nutzen willst nicht getan. (Zuverlässiges) GPS mit RTH, Telemetrie mit Live-Flug- und Positionsdaten, Akkuüberwachung, Kamerasteuerung, Gimbalsteuerung, live-Bildübertragung mit vernünftiger Reichweite am Copter uvm. Das sind zusätzlich zum Grundcopter mind. ein halbes dutzend weitere komplexe Systeme, meist unterschiedlicher Hersteller, die man alle selbst zusammenfummeln muss, verkabeln und konfigurieren und mit Wühlen in zig verschiedenen Webseiten und Anleitungen, weil der Kram eben aus verschiedenen Häusern kommt. Eben genau dafür gibt es kein "Kit" keine eine Anleitung für alles.
Das ist mit viel Aufwand und Zeit und Erfahrung und Rückschlägen machbar und wird trotzdem bei den meisten Hobbybastlern (auch bei erfahrenen) nie so stabil laufen und einfach zu bedienen sein wie ein P3 oder I1. Du hast 87 Fehlerquellen, wo was ausfallen oder Wackeln kann und wo es keine zentrale App für alles gibt, wo Du selber Suchen musst, an welchem Kabel, welcher Lötung das gerade liegt oder welches Setting der eine Komponenten sich gerade mit einem der anderen beißt.
Ich hab mich 2 Jahre daran versucht und nur rel. klein und auf GoPro 3 Basis, zugegeben, nicht mit so großem Eifer, hab meist kleine immer schnellere Racer und seit letztem Winter mit FPV dazwischen geschoben, aber ich hätte auch mit etwas mehr Zielstrebigkeit und Wissen da vermutlich heute noch Bammel, ein großes schweres Schiff aufzubauen und mit eine wertvolle DLSR oder Nex drunterzuhängen.
Einen Eigenbaucopter zum reinen Fliegen bzw. nur mit horizontaler Stabilisierung (oder auch Naza+GPS) ohne die ganze Extras für Luftaufnahmen hast Du ihn ein paar Wochen in der Luft, für FPV Racing braucht es wenigstens ein paar Monate, aber bis Du eine große Cam sicher und mit einem guten Gefühl in der Luft hast und Cam und Copter halbwegs sicher im Flug kontrollieren und auch einstellen kannst, brauchst es Jahre intensiver Auseinandersetzung mit dem Hobby. Bis dahin gibt's aber sicher RTF was mit größerem Sensor...
Oder man legt halt aktuell - vermute ich, kenne mich in den Sphären nicht mehr aus - mind. 2 Monatsgehälter auf den Tisch und kauft sich was Professionelles, von dem man dann aber auch keine Ahnung hat und wo man der (vermutlich ausgefeilteren) Technik dann recht blind vertrauen muss, wenn man da seine 3-5kg spazieren führt. Da crashe ich lieber mal meinen 1,3kg P3 mit der angeblich soooo unbrauchbaren Spielzeugkamera und hab im worst case eine Reparatur für einen dreisstelligen Betrag...
Aber genug des P3 Lobes. Eigenbaucopter sind was tolles, machen Riesenspaß und man lernt unheimlich viel dabei, auch für eine RTF Copter a la P3! Fang mit einem Eigenbau ohne alle Extras/noch ohne Cam an, kostet nicht viel und ist wie gesagt rel. schnell in der Luft. Dann pack irgendwann eine Kamera drauf, sieh Dir das Ergebnis an, dann vielleicht mal ein Gimbal, dann Livebild dazu noch GPS und Telemetrie/OSD. Dann (wenn Du bis dahin noch dabei bist) schau Dir mal ein paar Lipos lang einen P3 an (bzw. bis dahin gibt's wohl eine P4) und was da an Foto/Video rauskommt und urteile und entscheide selbst.